Schnittgutmanagement in Mittelhessen

Was die Verwertung von Schnittgut angeht, so gibt es in Mittelhessen noch viel ungenutztes Potenzial. Sieben Regionen aus Mittelhessen haben es sich daher zum Ziel gesetzt, dieses Potenzial zu nutzen. Nachdem das Projekt schon in den jeweiligen Regionalentwicklungsplänen angekündigt wurde, rückt nun die Umsetzung in greifbare Nähe.

 

Die Ziele des Schnittgutmanagements

Längerfristig soll die Biomasse aus dem Heckenschnitt der Kommunen energetisch verwertet werden. Dies soll regional innerhalb der Struktur der Mitglieder der Kooperation geschehen. Angedacht ist dazu die Errichtung einer "Heckenzentrale" zur gemeinsamen Koordination, sowie verschiedener dezentraler Strukturen zur Verwertung.

 

Der erste Schritt zum Schnittgutmanagement

Bevor das Projekt in Angriff genommen werden kann, muss eine Studie zur Gestaltung des Kooperationsprojekts durchgeführt werden. Dies ist nötig, um den unterschiedlichen Bedarf der Regionen in einer Kooperation optimal zu bedienen. Darüber hinaus gilt es zu überprüfen, in wie weit bereits örtliche Strukturen zur Beschaffung oder Nutzung der Biomasse vorhanden sind.

Des Weiteren ist es nötig, die regionalen Akteure und Betroffenen frühzeitig zu informieren und in den Prozess mit einzubinden. Nur so kann ein effizientes und auf die individuellen Eigenschaften und Bedürfnisse der einzelnen Regionen abgestimmtes Managementsystem erarbeitet werden.

 

Welche Vorteile bringt dieses Projekt?

Hecken und andere Landschaftsstrukturen leisten einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Diesen Beitrag können sie jedoch nur leisten, wenn sie regelmäßig geschnitten werden. Dies ist jedoch häufig mit hohen Kosten verbunden, weshalb solche nötigen Maßnahmen oft unterlassen werden.

Mit dem Aufbau einer zentralen Organisationsstelle und der Erweiterung der Wertschöpfungskette durch die energetische Nutzung des Heckenschnitts kann der Pflegeschnitt auch refinanziert werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man sichert die Biodiversität, produziert Co2-frei Strom oder Wärme und spart obendrein noch Kosten.

Die Projektpartner:

LEADER-Regionen: Lahn-Dill Bergland, Burgwald-Ederbergland, Marburger Land, GießenerLand, Lahn-Dill-Wetzlar, Vogelsberg, Wetterau, Bioenergie-Region Mittelhessen (als Organisator)

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