Miscanthus gehört zusammen mit Zuckerrohr und Hirse zur Familie der Süßgräser und stammt ursprünglich aus Ostasien. Es wurde 1935 zunächst als Zierpflanze nach Europa eingeführt und eignet sich auf Grund seines starken Wachstums (C4-Gras), hervorragend als Lieferant von Biomasse zur bioenergetischen Verwertung.
Die Ansprüche des Grases an Ackerstandort und Bodenbeschaffenheit, Regenmenge und Wärme sind mit denen von Mais vergleichbar.
Die Ernte erfolgt jährlich, jeweils so spät wie möglich im Frühjahr, d.h. kurz vor dem Wiederaustrieb im April. Das Häckselgut kann direkt verfeuert werden oder zu Briketts, auch mit der Zumischung von Holzhackschnitzeln, verpresst werden.
Rund zwei Kilogramm des Chinaschilfs können einen Liter Heizöl ersetzen. Das entspräche je nach Wirkungsgrad der Heizanlage etwa 5.000 bis 8.000 Liter Heizöl je Hektar.
Die Vertreter der Bioenergie-Region Mittelhessen sehen das Potenzial der Miscanthus-Pflanze auch für die Region gegeben. Der Netzwerkinitiative geht es auch darum, Landwirten neue Einkommensquellen zu eröffnen. Der Anbau von Miscanthus als erneuerbarem Energieträger bietet Chancen für den ländlichen Raum. D.h. aber nicht das die Vermarktung des Rohstoffs Miscanthus ein Selbstläufer ist. Hier müssen im Zuge des Anbaus zunächst noch regionale Vermarktungsstrukturen entwickelt werden, jedoch zeigen Beispiele aus anderen Regionen, dass der Aufbau einer funktionierenden Miscanthus-Wertschöpfungskette in Mittelhessen, grundsätzlich vorstellbar ist.
Hier wird sich die Bioenergie-Region verstärkt engagieren.
Weitere Informationen zum Anbau von Miscanthus finden Sie unter http://www.sieverdingbeck-agrar.de
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