Kurzumtriebsplantagen (KUP)

Auf Kurzumtriebsplantagen werden schnell wachsende Bäume oder Sträucher, meist Pappeln oder Weiden, angepflanzt. In kurzen Zyklen von etwa drei bis fünf Jahre werden die Hölzer geerntet und zu Holzhackschnitzeln oder Holzpellets verarbeitet. Für Landwirte bieten KUP eine attraktive Möglickeit, sich am Markt der erneuerbaren Energien zu beteiligen, denn die Kulturen bringen hohe Trockenmasseerträge. 

 

Ressourcenschonend und naturverträglich

Im Vergleich zu intensiven, einjährigen Energiepflanzenkulturen wie Mais oder Raps profitiert die Tier- und Pflanzenwelt auf einer Energieholzfläche von der längeren Bodenruhe, dem geringeren Eisatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie den geringeren Störungen. Eine standortangepasste und extensive Etablierung und Bewirtschaftung von KUP kann daher durchaus zu Synergieeffekten zwischen Naturschutz und Bioenergie führen.

 

Regionale Wertschöpfungsketten aufbauen

Unser Anliegen im Projekt war im ersten Schritt über die wichtigen Faktoren des Anbaus von KUP mit seinen wirtschaftlichen Aspekten zu informieren.

Nächster Schritt ist der Aufbau regionaler Wertschöppfungsketten von der Produktion über die Logistik bis zur energetischen Verwertung mit kurzen und auskömmlichen Liefer- und Produktionsbedingungen. Funktioniert die Wertschöpfungskette auch wirtschaftlich, ist der Anbau von Energieholzplantagen vorgesehen.

 

Kooperation mit regionalen Unternehmen

Nach einer Informationsstrecke stellte die Bioenergie-Region Mittelhessen am Beispiel vorhandener Anlagen mögliche Kooperationen mit regionalen Energieversorgungsunternehmen vor. Daraus folgte die Entwicklung eines gemeinsamen Projekts mit den Oberhessischen Versorgungsbetrieben AG (OVAG), der Firma FLK Löffler und einigen Landwirten.

 

Projekt: Beimischung von 20 % Pappelholz

Hier werden 20% Pappelholz aus Kurzumtriebsplantagen (KUP) in ausgewählten Heizwerken der OVAG beigemischt. Die Belieferung der Holzhackschnitzel erfolgt derzeit durch die Firma FLK Löffler. Vorteil: Jeder Landwirt kann sich in der Anlaufphase auch mit kleineren Flächen beteiligen, ein mögliches Risiko wird verringert. Das vorbereitete Projekt wurde im April 2011 mit weiteren Informationen bezüglich des geeigneten Pflanzenmaterials, Ernteverfahrens sowie eines KUP-Rechners zur  Berechnung der Wirtschaftlichkeit den Landwirten vorgestellt. Das Ergebnis einer Befragung im Juni 2011 lautete: die Mehrheit fühlt sich ausreichend informiert, kennt die Pflanz-, Pflege- und Erntemaßnahmen und kann Wirtschaftlichkeitsberechnungen selbstständig durchführen. Ein Interesse an der Umsetzung des vorbereiteten Projektes besteht, wenn sich die  Rahmenbedingungen hin zu einer wirtschaftlicheren Darstellung ändern. Das Projekt „Beimischung von Pappelholz“ kann kurzfristig umgesetzt werden.

News

Auf Initiative der Bioenergie-Region Mittelhessen gründen gerade insgesamt sieben mittelhessische LEADER-Regionen eine Kooperation. Ziel ist es, langfristig ein gemeinsames "Schnittgutmanagement" aufzubauen. Das bedeutet, dass die Regionen untereinander die Verwertung ihres Grünschnitts...

Das Dorf Kleinseelheim, im Landkreis Marburg-Biedenkopf, plant schon seit längerem, sich unabhängig bei der Wärmeversorgung zu machen. Die aktuell durchgeführte Machbarkeitsstudie zum Aufbau eines Wärmenetzes aus 100 % Erneuerbaren Energien zeigt bereits, wenn mindestens 98 Gebäude mitziehen, dann...

Strohgedämmte Außenwand: Bereits mit 10 mm Putz feuerbeständig (F90-B) Mit Strohballen lassen sich auf einfache Weise hochgedämmte, umweltfreundliche und langlebige Wände erstellen. Der Fachverband Strohballenbau Deutschland e.V. wurde 2002 gegründet, um diese besondere Bauweise zu fördern....