Kommunen bei ihrer Energiewende unterstützen

Kommunen sind bei allen Belangen wichtige Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, so auch beim Thema Energiewende. Hier nehmen sie Vorbildfunktion ein. Schon jetzt üben die Kommunen und ihre politischen Vertreter deutlich Einfluss auf die Struktur der regionalen Energieversorgung. Beispiele sind die Rekommunalisierung von Stromnetzen oder die Anpassung eigener Liegenschaften an Klimaschutzstandards. Dies gilt besonders auch für die Förderung der Energieefizienz und den sparsamen Umgang mit Energie.

In unserem Projekt möchten wir:

  • Kommunen bei der Energiewende unterstützen, den Umbauprozess begleiten
  • Kommunale Energiepotenziale und -bedarf ermitteln und wertschöpfend nutzen
  • Aktionspläne entwickeln und dabei Bürgerinnen und Bürger beteiligen
  • Projekte der erneuerbaren Energie und Energieeffizienz initiieren und gemeinsam realisieren

Anhand einer Modellkommune haben wir ein Ablaufschema entwickelt, das Kommunen für sich nutzen können. Unser Modell greift, wenn innerhalb der Kommune die politische Willenserklärung zur Nutzung erneuerbarer Energie erfolgt ist. Es stellt keine Konkurrenz zum bekannten "Erneuerbar Komm" dar (www.erneuerbarkomm.de), sondern bietet eine sinnvolle Ergänzung dazu.

Ablauf des Projekts in 5 Phasen

Ziel ist, auf Basis einer entsprechenden Datenerhebung vor Ort und unter Beteiligung der regionalen Akteure, konkrete Anlagenplanungen vorzubereiten. Gemeinsam mit den Beteiligten planen wir insgesamt fünf Projektphasen. Dazu bringen wir unser Know-How aus dem Modellprojekt mit ein und passen es den Bedingungen der jeweiligen Kommunen an:

  1. Erhebung und Darstellung des aktuellen Ausbaugrades von Bioenergieanlagen wie auch des Ausbaugrades sonstiger Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energie (eEG)
  2. Ermittlung der vorhandenen Potenziale an verwertbarer Biomasse sowie der Energiesenken in den Kommunen, die den optimierten und wirtschaftlichen Einsatz von Biomasse zur Wärme- und Stromproduktion erlauben. Identifikation von Nutzungshemmnissen, die oft in einer magelnden Synchronisierung der Angebote mit den Bedarfen liegen
  3. Identifizierung vorhandener Akteure als Partner zum Ausbau von regionalen Wertschöppfungsketten
  4. Organisation und Durchführung eines kommunalen "Runden Tisches erneuerbare Energie" und Entwicklung eines kommunalen Aktionsplanes
  5. Initiierung, Entwicklung oder Begleitung von Projektinitiativen zur wirtschaftlichen Nutzung identifizierter Potenziale der erneuerbaren Energie

Siehe auch Wärmekataster für den Landkreis Gießen.

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