Aktivierung von holziger Biomasse in der Modellkommune Laubach

Möchte eine Kommune aktiv die Wärmewende mitgestalten, dann ist sie interessiert an dem Brennstoff Holz. Aber schon die Einschätzung, welche Potenziale kommunal vorhanden sind und sich zur Wärmeversorgung aktivieren lassen, ist schwierig. Auf Landkreisebene gibt in Hessen die Biomassepotenzialstudie Aufschluss zum technischen Biomassepotenzial. Um auf kommunaler Ebene Handlungsoptionen zu entwickeln, hat die Bioenergie-Ragion Mittelhessen mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) das verfügbare holzige Biomassepotenzial in der Stadt Laubach im Rahmen einer Diplomarbeit näher untersucht. Der Verfasser Mark Graham konzentrierte sich neben der statistischen Auswertung vorhandener Potenzialstudien, auch auf gesetzliche, wirtschaftliche, naturale und soziale Restriktionen. Im großen Umfang hat er auch die beteiligten Akteure befragt. Dazu gehören Kommunen sowie verschiedene Ämter, wie das Amt für Wasserwirtschaft, das Amt für Bodenmanagement und das Regierungspräsidium. Weiterhin stellte er Überlegungen zur Bereitstellung der Biomasse an und ermittelte potenzielle Abnehmer.

 

 

Sämtliche Quellen und Verwerter im Blick

Die Fläche Laubachs ist zu über 50 Prozent bewaldet. Es gibt Energieholzpotenziale aus der Offenland-, Ufergehölz- und Straßenrandbereichspflege sowie potenzielle Anbaugebiete für Kurzumtriebsplantagen (KUP). Ein möglicher Zwischenlagerplatz, ein Energiewerk, kommunale Gebäude und Privathaushalte könnten die Verwertungskette schließen.

 

 

 

Kommunaler Einsatz ist ein schlagkräftiges Argument für die Motivation

Wie erwartet, ist das statistisch ausgewertete  technische Potenzial größer als das nach Einbezug der Restriktionen und Interviews ermittelte verfügbare Potenziale. Trotzdem könnten bis etwa 18.000 Schüttraummeter Holzhackschnitzel pro Jahr aktiviert werden. Diese Mengen würden etwa 21 Prozent des jährlichen Heizölbedarfs der Privathaushalte Laubachs decken. Ausschlaggebend für die große Aktivierungsquote ist die Zustimmung der Akteure. Sie ist gestiegen als klar wurde, dass es um eine Verwertung in der eigenen Kommune gehen würden.

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