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Ausbau Biogas

In der Bioenergie-Region Mittelhessen sind trotz vorhandenem Biomasseangebot relativ wenige Biogasanlagen in Betrieb. Nutzungskonkurrenzen zwischen dem Anbau von Energiepflanzen und Nahrungsmittelpflanzen sind in der Region derzeit eher theoretischer Natur. Eine effiziente Biogasanlage sollte neben der Stromproduktion auch über eine sinnvolle Abwärmenutzung verfügen, was bei älteren Anlagen häufig fehlt. In unserer Region haben wir noch die Chance, den Ausbau der Biogasnutzung positiv zu lenken.

- sinnvolle Wärmenutzung für laufende und neue Biogasanlagen entwickeln
- die Biogasnutzung nachhaltig gestalten, Flächenkonkurrenz und Monokulturen verhindern
- die Energieeffizienz durch Kraft-Wärme- Kopplung erhöhen
- Informations- und Beratungsangebote vermitteln
- Bürgerinnen und Bürger an der Wertschöpfung beteiligen
- bisher nicht verwertete Rohstoffe stärker nutzen (Grünlandkomponenten, Rest /Abfallstoffe)
- das Modellkonzept „Gas aus Gras? Chancen von Biogas in Grünlandstandorten des Vogelsbergs“ umsetzen
- den Ausbau des Bioenergie-Anteils am Fernwärmenetz Gießen unterstützen

Auf dem Weg zum Bioenergiedorf

Im Ortsrandbereich des Ortsteils Gontershausen (Stadt Homberg/Ohm) betreibt ein Landwirt eine Biogasanlage mit einer elektrischen Leistung von 180 Kilowatt (kW). Die mit dem Betrieb des Stromgenerators anfallende Abwärmeleistung wird nur zu einem kleinen Teil genutzt. Die Bioenergie-Region Mittelhessen unterstützt eine örtliche Initiative darin, die überschüssige Abwärme für die Wärmeversorgung der Gebäude in Gontershausen zu nutzen und damit den Grundbedarf der derzeit 45 interessierten Haushalte zu decken. Dazu muss ein örtliches Fernwärmenetz verlegt werden, das von einer Bürgergenossenschaft betrieben werden soll. Der in den Wintermonaten anfallende Spitzenbedarf soll über eine Holzhackschnitzelheizung gedeckt werden, das heißt 100 % des Wärmeenergiebedarfs des Ortsteils Gontershausen wird über den Energieträger Biomasse abgedeck (Bioenergiedorf). Eine erste Rechnung belegt unter gegebenen Rahmenbedingungen
die Wirtschaftlichkeit des Konzeptes. Ziel ist der Ausbau des Wärmenetzes bis zum Beginn der Heizperiode 2012.

 

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