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2. Newsletter Bioenergie-Region Mittelhessen

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

heute erhalten Sie eine Sonderausgabe unseres Newsletters. Regelmäßig gewinnen wir Personen, Institutionen, Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen als Partner der Bioenergie-Region Mittelhessen, die sich im Bereich Erneuerbare Energie regional engagieren. Eine Aufstellung unserer Partner finden Sie hier

Wir freuen uns, als Partnerin der Bioenergie-Region Mittelhessen zu begrüßen:

 

Erneuerbare Energien Schotten e.V. vetreten durch

 

Jutta Kneißel, Dr. rer.pol.

 

Porträt:

Jahrgang 1944

Im aktiven Berufsleben viele Jahre in unterschiedlichen Funktionen bei der IG Metall tätig, zuletzt als Schulleiterin der IG Metall Bildungsstätte Bad Orb.

Auf  der Suche nach einem Altersprojekt beim Thema erneuerbare Energien gelandet. Seit vier Jahren Vorsitzende des zu dem Zeitpunkt gegründeten Vereins „Erneuerbare Energien für Schotten e.V.“. Zentraler Fokus zurzeit die regionale Wertschöpfung, damit auch auf dem Land eine lebenswerte Zukunftsperspektive erhalten bleibt. Seit der letzten Kommunalwahl Stadtverordnete in Schotten.

Die Vision
Schotten soll von fossilen und atomaren Energieträgern unabhängig werden

Der Verein Erneuerbare Energie Schotten:

Der Verein EES versteht sich als ein Forum für den Einsatz erneuerbarer Energiegewinnung und Energieeinsparung. Er arbeitet zukunftsorientiert und langfristig. Er will das Bewusstsein der Bevölkerung Schottens für dieses Ziel schärfen und interessierte Bürgerinnen und Bürger für den Vereinszweck und als Mitglieder gewinnen. Zu seiner Zielgruppe gehören auch die institutionellen Einrichtungen Schottens, wie Stadtverordnetenversammlung, Magistrat, politische Parteien, Vereine, Schulen etc.

Der Verein EES betreibt eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit, zeigt Möglichkeiten für die erneuerbare Energiegewinnung und Energieeinsparung auf, vermittelt Kontakte zu Fachleuten, initiiert Projekte, organisiert themenbezogene Veranstaltungen und Exkursionen, um z.B. von den Erfahrungen anderer Initiativen zu lernen.

Der Verein EES will interessierte Bürgerinnen und Bürger darin unterstützen, in eigene Projekte erneuerbarer Energiegewinnung und Energieeinsparung zu investieren. Dazu regt er entsprechende Projekte an, berät und gibt Hinweise auf Kosten und Fördermöglichkeiten.


Zwei Veranstaltungsbeispiele aus diesem Jahr, organisiert vom EES:


Kläranlage Nidda – ökologische Sanierung mit Nachhaltigkeitseffekt


Sauber geklärtes Abwasser ist ein wesentlicher Faktor für den Umweltschutz. Außerdem bezahlt jeder Einwohner Schottens ca. 100 Euro pro Jahr für seine Abwasserreinigung. Grund genug für die Schottener Stadtverordneten der SPD-FDP-Kooperation und Bürgermeisterin Susanne Schaab sowie Mitglieder des EES, sich vor Ort zu informieren.

Die Schottener Abwässer fließen in unterirdischen Kanälen acht bis zehn Stunden bergab bis zur Kläranlage Nidda, wo aus den schlammigen und stinkenden Abwässern wieder sauberes und klares Wasser wird, das ohne Bedenken in die Nidda geleitet werden kann. Der gereinigte und weitgehend geruchsneutrale Klärschlamm wird als Dünger auf Feldern in der Wetterau ausgebracht. Mit dem selbst erzeugten Biogas wird ein Blockheizkraftwerk für die Stromerzeugung betrieben, das rund ein Drittel des erheblichen Strombedarfs der Kläranlage abdeckt. Seit 1985 werden die bei der Reinigung entstehenden Gase bereits für die Energiegewinnung genutzt und nicht mehr abgefackelt. Damals wurde in Nidda die bundesweit erste Energie-Rückgewinnungsanlage in Betrieb genommen.

Den Stromfressern auf der Spur

Auf Einladung des Vereins Erneuerbare Energien für Schotten (EES) informierte Birgit Stingl von der oberhessischenENERGIEAGENTUR interessierte Bürgerinnen und Bürger über Energieeinsparmöglichkeiten im Haushalt.

Knapp 30 Prozent des Endenergieverbrauchs werde durch private Haushalte verursacht. Das sei mehr als die Industrie verbrauche. Dieser Strom stamme zu weit mehr als 80 Prozent aus nicht erneuerbaren Energien. Ein geringerer Stromverbrauch schone also unsere Umwelt. Zudem stiegen in den letzten 10 Jahren die Strompreise jährlich um rund sechs Prozent. So sei der Strom heute um Zweidrittel teurer als im Jahr 2000. Da der Strompreis sicher weiter steigen wird, rechne sich weniger Stromverbrauch für jeden Haushalt. Entgegen der Propaganda der Stromkonzerne sei die Umlage für erneuerbare Energien mit knapp fünf Prozent am Haushaltsstrompreis jedoch kein Preistreiber, so Stingl.

Dank des EES sind die Schottener bestens über Umwelt- und Energiethemen informiert. Die Bioenergie-Region Mittelhessen freut sich deshalb über die Partnerschaft mit dem Verein für Erneuerbare Energie Schotten.
http://www.ees-schotten.de/

 

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