Studierende der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und der Fachhochschule Frankfurt

Grund der Auszeichnung:

Eine Arbeitsgruppe von 11 Studierenden, mit dem Masterstudiengang Infrastrukturmanagement; Modul "Regenerative Energien - Kommunale Konzepte", sollten Antworten auf die Frage finden, ob und wie sich die Gemeinde Lautertal (Vogelsbergkreis) eigenständig mit Wärme und Strom versorgen kann. Dazu haben sie in einer Strom- und in einer Wärmegruppe für die Bereiche Daten ausgewertet und verschiedene Rechnungen angestellt.

Die Betreuer der Arbeitsgruppe waren Prof. Dr. Ulf Theilen (THM), Bürgermeister Heiko Stock (Lautertal) und die Bioenergie-Region Mittelhessen.

Die Auszeichnung als Partner erhalten sie allerdings nicht für die Ergebnisse ihrer Gruppenarbeit, dafür haben sie ihre Scheine erhalten. Mit der Auszeichnung möchte die Bioenergie-Region Mittelhessen sich stellvertretend bei den jungen Leuten bedanken, die sich im Bereich Erneuerbare Energien und Effizenz ausbilden und ein Interesse an den Belangen von Kommunen zeigen. Studenten wie sie es waren sind wichtig, damit eine regionale Energieversorgung aufgebaut und künftig auch ausgebaut werden kann.

BürgerEnergie Lingelbach eG

Ansprechpartner: Uwe Stein, Vorstandsvorsitzender der BürgerEnergie Lingelbach eG

Grund der Auszeichnung:

In Lingelbach bei Alsfeld wurde 2011 die BürgerEnergie Lingelbach eG gegründet. Sie verfolgt das Ziel in Lingelbach ein Nahwärmenetz auf der Grundlage einer Hackschnitzelanlage und einer Biogasanlage aufzubauen und zu betreiben. Schon 2010, als die Biogasanlage sich noch in der Bauphase befand, hat sich eine Arbeitsgruppe zusammengefunden und über die Abkehr von fossilen Energiequellen diskutiert. Im März 2013 wurde dann mi dem Bau des Nahwärmenetzes angefangen und ab Oktober 2013 konnten die ersten Haushalte angeschlossen werden. Bis zum Jahresende waren es schon 74 Haushalte die mit Nahwärme von der Biogasanlage und dem Holzhackschnitzelheizwerk störungsfrei versorgt wurden. Seit August 2014 erzeugt die BürgerEnergie Lingelbach, mit einer am Heizhaus befindlichen Photovoltaikanlage, auch den benötigten Strom selbst. Bis jetzt wurden 106 Haushalte und das Freibach an das Nahwärmenetz angeschlossen. Die Genossenschaft selbst verfügt über 100 Mitglieder und im ersten Quartal 2014 haben Sie gemeinsam 110.000 Liter Heizöl oder 300 Tonnen Co2 eingespart.

Energiewirte Dietmar und Marco Klos

Ansprechpartner: Dietmar Klos (Vater) und Marco Klos (Sohn), Energiewirte in Großen-Buseck (Landkreis Gießen)

Grund der Auszeichnung:

Die Energiewirte Dietmar und Marco Klos betreiben gemeinsam mit der Stadtwerke Gießen AG eine Biogasanlage in Großen-Buseck, im Landkreis Gießen. Die Abwärme der Anlage wird zu 80 Prozent genutzt. Sie wird über das Nahwärmenetz der Stadtwerke zur Beheizung eines Schwimmbads, einer Schule und von ca. 100 Einfamilienhäusern genutzt. Das erste volle Betriebsjahr war das Jahr 2012 mit 8.600 Betriebsstunden. Im Jahr 2008/2009 haben die Landwirte Dietmar und Marco Klos gemeinsam mit dem Gießener Ingenieur Besim Krasnici begonnen, eine Biogasanlage in Buseck, im Landkreis Gießen, zu planen. Während der Planungsphase hatten sie die Idee, Kontakt zur Stadtwerke Gießen AG aufzunehmen, um die Abwärme der Anlage optimal zu nutzen. So entstand die Betreibergesellschaft.

Energiegenossenschaft Erfurtshausen eG

Ansprechpartner: Bernd Riehl, Sprecher der Energiegenossenschaft Erfurtshausen eG

Grund der Auszeichnung:

In Erfurtshausen, dem kleinsten Stadtteil von Amöneburg (Landkreis Marburg-Biedenkopf), hat die engagierte Dorfgemeinschaft das Projekt Energiegenossenschaft Erfurtshausen eG auf den Weg gebracht. In diesem Bioenergiedorf wird die Abwärme aus dem BHKW einer Biogasanlage über ein sechs Kilometer langes Nahwärmenetz in derzeit 94 Häuser geleitet und sorgt somit in 125 Haushalten für Heizung und Warmwasser. Zu Spitzenlastzeiten können zwei 440 kW Heizkessel, die mit Holzhackschnitzeln betrieben werden, zuheizen. Die Energiegenossenschaft Erfurtshausen eG gewinnt also Wärme zu 100 % aus Erneuerbaren Energien und spart damit 300.000 bis 350.000 l Heizöl pro Jahr ein.

Hans-Georg Hof

Ansprechpartner: Hans-Georg Hof, Geschäftsführer der Firma HOF Sonderanlagenbau GmbH in Lohra (Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Grund der Auszeichnung:

Hans-Georg Hof leistet einen wervollen Beitrag zur Energiewende, indem er in einem optimalen Kreislauf das Stroh seiner Getreideäcker in seiner Pelletieranlage zu Strohpellets presst und mit ihnen die Gebäude seines Industriebetriebes mit Wärme versorgt. Seine Ideen sind stets geprägt vom Gedanken der Nachhaltigkeit, nämlich nachwachsende Rohstoffe energetisch zu nutzen, ohne dabei Nahrungsmittel von den Ackerflächen zu verdrängen. Stroh, als Nebenprodukt der Getreideernte, steht in keiner Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion, ist chemiefrei und verbrennt CO2 neutral. Selbst die Asche wird später wieder als Dünger auf den Acker gebracht. Jedes dritte Jahr lässt Herr Hof zur Humusbildung das Getreidestroh bei der Ernte gehäckselt auf dem Acker zurück.

Andreas Feick

Ansprechpartner: Andreas Feick, Energiewirt und Landwirt aus Lauterbach-Maar (Vogelsbergkreis)

Grund der Auszeichnung

Andreas Feick leistet mit seiner Biogasanlage einen wertvollen Beitrag zur Energiewende. Hier erzeugt der Energiewirt nicht nur Biogas aus Mist, Gülle und nachwachsenden Rohstof-fen. Sozusagen „nebenbei“ versorgt er über eine Fernwärmeleitung mit der im Blockheiz-kraftwerk entstehenden Abwärme  den Kindergarten, die Gudrun-Pausewang-Grundschule, das Feuerwehrhaus und das Dorfgemeinschaftshaus von Lauterbach-Maar mit Wärme. 50.000Kubikmeter Erdgas und 110 Tonnen Kohlendioxid können damit jährlich eingespart werden. Auch einen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung leistet Andreas Feick. Das Sub-strat, das in der Biogasanlage vergoren wird, stammt vom Hof seiner Familie bzw. von be-nachbarten Landwirten aus einem Umkreis von höchstens 10 km. So bleiben 20.000 Euro jährlich durch das Nichtverwenden von eingekauftem Erdgas in der Region.

Walter Fürstenberg

"Nahwärme Schönstadt eG"

Ansprechpartner: Walter Fürstenberg

Grund der Auszeichnung:

Besonderes Engagement beim Auf- und Ausbau des Nahwärmenetzes Cölbe-Schönstadt
Das "längste Nahwärmenetz Deutschlands in Bürgerhand" betreibt die Genossenschaft Nahwärme Schönstadt mit den Holzabfällen des örtlichen Sägewerks. Über ein 13km langes Nahwärmenetz wird die Wärme an 292 Haushalte und öffentliche Gebäude verteit. Mit besonderem Eifer hat sich hier Walter Fürstenberg hervorgetan. Als gelernter Schmied war er über drei Jahrzehnte im Fernheizwerk der Philipps-Universität tätig. Mit Beginn der Altersteilszeit stieg er mit ganzer Kraft in den Auf- und Ausbau der Nahwärmeversorgung seines Heimatortes ein.

Werner Knobloch und Thomas Birk

AgroForst Naturenergie GmbH

Ansprechpartner: Werner Knobloch und Thomas Birk von AgroForst Naturenergie GmbH

Grund der Auszeichnung:

Projekt "Erhalten durh Bewirtschaften" - Hackschnitzel aus Landschaftspflegeholz
Werner Knobloch und Thomas Birk führten in Weimar (Lahn) und Ebsdorfergrund eine umfassende Bestandsaufnahme der Hölzer aus dem Obstbaum- und Landschaftspflegeschnitt durch. Ihr Ziel war es, diese vorhandene Biomasse-Ressource zur Wärmegewinnung zu nutzen, ohne weitere Flächen für den Anbau nachwachsender Rohstoffe in Anspruch nehmen zu müssen. Die holzige Biomasse aus der Landschaftspflege ist hervorragend für Holzhackschnitzel geeignet. So wurde die Agroforst Naturenergie GmbH gegründet, die eine Betriebsstätte zur Trocknung und Zwischenlagerung von Holzhackschnitzeln aus der Landschaftspflege betreiben wird.

Michael Emmerich

Genossenschaft Bioenergiedorf Josbach e.G.

Ansprechpartner: Michael Emmerich, ehemals Ortsvorsteher von Josbach, jetzt Bürgermeister der Stadt Rauschenberg

Grund der Auszeichnung:

Engagement für Nahwärmenetz Josbach
Seit zwei Jahren werden im Rauschenberger Stadtteil Josbach 38 Häuser über ein eigenes Nahwärmenetz mit Wärme aus Bioenergie versorgt. Dies wurde erst durch den Einsatz des damaligen Ortsvorstehers Michael Emmerich und anderen engagierten Gemeindemitgliedern möglich.
Michael Emmerich war darüber hinaus stets bereit, seine Erfahrungen an andere potenzielle Bioenergiedörfer weiterzugeben und so auch über die eigenen Dorfgrenzen hinaus die Entwicklung der Wärmeversorgung durch Biomasse zu unterstützen.

Jochen Köhler

Genossenschaft Bioenergiedorf Gontershausen e.G. 

Ansprechpartner: Jochen Köhler, Ortsvorsteher in Gontershausen im Vogelsbergkreis

Grund der Auszeichnung:

Initiative für das Nahwärmenetz Gontershausen

Ortsvorsteher Jochen Köhler konnte viele Gontershäuser Bürger dazu bewegen, sich der Genossenshaft für das Nahwärmenetz Gontershausen (Stadt Homberg/Ohm) anzuschließen. Die 2000 Meter lange Leitung zur Wärmeversorgung aus Biogas und Holzhackschnitzel wird 35 der 70 Haushalte des neu ernannten Bioenergiedorfs mit Wärme aus Biogas und Holzhackschnitzel versorgen.

Dipl. Ing. Sabrina Eichenauer und Prof. Stadlbauer

Ansprechpartner: Dipl. Ing. Sabrina Eichenauer, Prof. Stadlbauer von der Technischen Hochschule Mittelhessen

Grund der Auszeichnung:

Projekt zur Entwicklung von "Biokohle"
Auf der Suche nach neuen Biomassequellen, aus denen Wäre und Strom gewonnen werden können, entstand an der THM das Projekt "Entwicklung eines biokohlehaltigen Regelbrennstoffs für Kleinfeuerungsanlagen im häuslichen und gewerblichen Bereich", bekannt auch als "Biokohle". Hierbei wird der natürliche Prozess der Entstehung von Stein- und Braunkohle aus Biomasse innerhalb von drei Stunden im Reaktor vollzogen.
Sabrina Eichenauer wurde nicht nur als wissenschaftliche Projektleiterin dieses Projekts ausgezeichnet, sondern besonders auch ihr Engagement, die Belange der verschiedenen Projektpartner zu koordinieren.

Gerhard Albach

Ansprechpartner: Gerhard Albach, Ortsvorsteher Reiskirchen/Lindenstruth und Energiescout von Lindenstruth

Grund der Auszeichnung:

Gelungene Überzeugungsarbeit im Projekt "Energieeffizienz in der Dorferneuerung".
Der Erfolg des Projekts hing maßgeblich von der Bereitschaft der Hausbesitzer ab, die Fragebögen komplett auszufüllen und alle erforderlichen Daten zu liefern. Hier haben die Energiescouts mit großer Überzeugungsarbeit Großes geleistet. Stellvertretend für alle Energiescouts wurde Gerhard Albach, der Ortsvorsteher von Reiskirchen/Lindenstruth, ausgezeichnet.

Uwe Markgraf

Ansprechpartner: Uwe Markgraf, Umweltbeauftragter der Gemeinde Reiskirchen

Grund der Auszeichnung:

Besonderer Einsatz für das Projekt "Energieeffizienz in der Dorferneuerung".
Uwe Markgraf hat sich als Umweltbeauftragter der Gemeinde Reiskirchen intensiv für die Umsetzung des o.a. Projekts eingesetzt. Er wurde als Vertreter aller engagierten Gemeindevertreter geehrt.

Projekt "Energieeffizienz in der Dorferneuerung"

Ansprechpartner: Bürgermeister Kurt Hillgärtner, Gemeinde Rabenau (LK Gießen) Jürgen Bender, Ortsvorsteher Odenhausen

Grund der Auszeichnung:

Großes Engagement im Projekt "Energieeffizienz in der Dorferneuerung".
Als für die Übertragung des Modellprojektes us dem Vogelsbergkreis auch im Landkreis Gießen interessierte Kommunen gesucht wurden,war Bürgermeister Kurt Hillgärtner sofort dabei. Hier ging es um die energetische Sanierung der alten Häuser der Dorfkerne und die Umstellung auf effiziente Heizungsanlagen auf Biomassebasis unter Nutzung aller Energie-Einsparpotenziale. Bürgermeister Kurt Hillgärtner sorgte während des gesamten Projekts dafür, dass die Abläufe in seiner Gemeinde reibungslos funktionierten.
Energiescouts
Zum Gelingen des Projekts trugen besonders während der Fragebogenakton die speziell geschulten Menschen aus dem Ort bei - die "Energiescouts". Allen voran ist hier Ortsvorsteher Jürgen Bender zu nennen, der stellvertretend geehrt wurde.

Hessische Energiesparaktion

Grund der Auszeichnung:

Ziel der "Hessischen Energiespar-Aktion" ist, sanierungswilligen Bürgerinnen und Bürgern fundierte Informationen zur Entscheidungsfindung bereitzustellen, die dann mit Handwerkern aus der Region umgesetzt werden. Im Mittelpunkt dieses Projekts des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz steht die Heizenergieeinsparung im Altbau. Auch beid er Substitution von fossilen Brennstoffen durch Biomasse ist das Ziel ein möglichst sparsamer Verbrauch. Deshalb unterstützt die Bioenergie-Region Mittelhessen dieses Instrument zur Umsetzung der Energiewende, z.B. mit dem Projekt "Energieeffizienz in der Dorferneuerung" und wurde jetzt als neuer Kooperationspartner der "Hessischen Energiespar-Aktion" gewonnen.

Christian Schneider

Ansprechpartner: Christian Schneider, Werkstattleiter der Limeswerkstatt in Pohlheim-Garbenteich

Grund der Auszeichnung:

Christian Schneider setzt immer wieder pfiffige Ideen um, die behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Limes-Werkstatt in Projekte einzubinden, die im Zusammenhang mit Erneuerbaren Energien und Recycling stehen. Im aktuellsten Projekt werden Holzabfälle, die in der hauseigenen Schreinerei anfallen, zu nützlichen Kamin- und Grillanzündern, den ZündLis, verarbeitet. Das Abfallholz wird so aufgewertet und bietet eine ungiftige Alternative zu den handelsüblichen chemischen Grillanzündern (mehr dazu unter www.feuerideen.de). Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird gleichzeitig eine berufliche Teilhabe ermöglicht, die der allgemeine Arbeitsmarkt Ihnen zunehmend weniger bietet. Weitere Projekte, in denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LImeswerkstatt aktiv am Recycling von Werkstoffen und der Nutzung Erneuerbarer Energien beteiligt sind: Biokohle aus Landschaftspflegeholz (gemeinsam mit AC Consult und der THM) und Verpackungspolster aus geschreddertem Altpapier.

Erwin Horst

Ansprechpartner: Erwin Horst

Grund der Auszeichnung:

Erwin Horst war von 1985 - 2011 Bürgermeister der Stadt Ulrichstein im Vogelsberg. Als Pionier auf dem Gebiet der Nutzung von Windenergie wurde er bereits am 26.06.2006 mit der Ehrennadel der Bundesverbandes für Windenergie e.V. ausgezeichnet. Gemeinsam mit der hessenENERGIE GmbH ist er Begründer des bundesweiten ersten kommunalen Windparks (1996, 1997 und 2000) sowie auch des ersten Bürgerwindparks (2000) in Ulrichstein. Im Jahr 2009 folgte der Aufbau eines weiteren Bürgerwindparks unter Beteiligung von 137 Kommanditisten. Durch die Weichenstellung für erste Repowering Projekte konnten für die Kommune zusätzliche Einnahmen von 250.000 Euro zzgl. erheblicher Gewerbesteuereinnahmen generiert werden. 2001 bis 2003 war Erwin Horst verantwortlich für die Errichtung des Innovationszentrums mit Rathaus, Bürgerhaus, Sporthalle, Stützpunktfeuerwehr, Notarzt, Vereinsräume, Jugendclub sowei dem Seminarzentrum, das zukunftsweisend mit einer PV Anlage und Pelletanlage (250 kW) ausgerüstet wurde, die über ein Fernwärmenetz die benachbarte Grundschule versorgt.

Holzpellets-Einkaufsgemeinschaft

Ansprechpartner: Klaus Braun

Grund der Auszeichnung:

Klaus Braun ist Koordinator der Holzpellets-Einkaufsgemeinschaft Mittelhessen, die Anfang 2010 gegründet wurde. Das Einzugsgebiet der HPE Mittelhessen deckt praktisch die gesamte Bioenergie-Region-Mittelhessen ab. Die Mitglieder der HPE kaufen gemeinsam Pellets zu einem günstigeren Preis unter Beachtung der Mindeststandarts der DIN und EU-Normen. Hierbei werden regionale Produzenten bevorzugt, um Transportkilometer zu sparen und die Arbeitsplätze in der Region zu sichern.

Sonnenland eG

Ansprechpartner: Uwe Kühn

Grund der Auszeichnung:

Die Energiegenossenschaft Sonnenland eG mit Sitz in Buseck (Landkreis Gießen) wurde im März 2010 von 76 engagierten Personen gegründet. Sie ist seit Juni 2010 eine eingetragene Genossenschaft und hat mittlerweile über 110 Mitglieder. Die Energiegenossenschaft Sonnenland betreibt bereits 14 Solarstrom-Anlagen auf Schulen, Kindertagesstätten, Wohnhäusern und einem Hallenbad. Zurzeit beträgt die Leistung der installierten Anlagen 327 kWp. Weitere Projekte sind in Planung und stehen zum Teil kurz vor der Inbetriebnahme.

Alexander Fitzenberger

Ansprechpartner: Alexander Fitzenberger, Fachkaufmann für Organisation und Verwaltung

Grund der Auszeichnung:

Alexander Fitzenberger hat in Langgöns (LK Gießen) einen Agrar-Service in seinen Familienbetrieb des Garten- und Landschaftsbaus integriert. Hier bietet er Dienstleistungen rund um die Herstellung von Holzhackschnitzeln an. Er ist inzwischen mit einem entsprechenden maschienenpark ausgestattet und arbeitet mit anderen Lohnunternhemern zusammen, wie z.B. die Firma FLK Löffler aus Grebenhain (s.o.).

Dieter Seip

Ansprechpartner: Dieter Seip, Landwirt 

Grund der Auszeichnung:

Dieter Seip ist in der Bioenergie-Region Mittelhessen einer der ersten Landwirte, der den Anbau von Schnellwachsenden Pappeln zur Produktion von Holzhackschnitzeln begonnen hat.
Holzhackschnitzel sind eine regenerative Alternative zu den Brennstoffen Öl und Gas. Da alle drei Jahre geerntet wird heißt dies, dass Landwirt Seip ab 2013 etwa 25 -30 Tonnen Hackschnitzel pro Jahr liefern kann. Mit dieser Menge können jährlich etwa 10.000 Liter Heizöl ersetzt werden. Damit lassen sich drei Einfamilienhäuser mit mittlerer Wärmedämmung beheizen. Um unsere Energieversorgung zu sichern, brauchen wir Landwirte, die Pflanzen als nachwachsende Rohstoffe anbauen.

Erneuerbare Energien Schotten e. V.

Ansprechpartner: Dr. rer. pol. Jutta Kneißel

Grund der Auszeichnung:

Der Verein EES versteht sich als ein Forum für den Einsatz erneuerbarer Energiegewinnung und Energieeinsparung und verfolgt die Vision, dass Schotten von fossilen und atomaren Energieträgern unabhängig werden soll. Er betreibt zu dieser Thematik eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit, vermittelt Kontakte zu Fachleuten, initiiert Projekte, organisiert themenbezogene Veranstaltungen und Exkursionen und gibt Hinweise auf Kosten und Fördermöglichkeiten. Der Verein will interessierte Bürgerinnen und Bürger und institutionelle Einrichtungen Schottens, wie Magistrat, politische Parteien, Vereine, Schulen etc. darin unterstützen in eigene Projekte erneuerbarer Energiegewinnung und Energieeinsparung zu investieren.

Herbstein, Romrod, Schotten

Drei Städte im Vogelsbergkreis mit besonderer Aktivität im Bereich erneuerbare Energie und Energieeffizienz

Ansprechpartner: Erster Stadtrat Erich Rahn, - für die Stadt Herbstein OT Stockhausen und Schadges, Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg - für die Stadt Romrod OT Strebendorf, Bauamtsleiterin der Stadt Schotten, Elke Högy - für die Stadt Schotten OT Eschenrod


Grund der Auszeichnung:
Das Pilotvorhaben „Energieeffiziente Dorferneuerung“ wird derzeit in drei Dorferneuerungsdörfern des Vogelsberges umgesetzt. Es setzt auf die systematische Integration des Themas Energieeffizienz in die Dorferneuerungsstrategien.


Ziele der Projektes:

  • Senkung des Wärme- und Strombedarfes durch Effizienzsteigerung
  • Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energieträger in Wohngebäuden
  • Einbindung regionaler Partner, beispielsweise aus Handwerk und Energieversorgung
  • Erhöhung der Wertschöpfung im ländlichen Raum durch Investitionen in die Gebäudesubstanz älterer Bestandsgebäude

FLK Löffler

Ansprechpartner: Andreas Löffler (Inhaber)

Grund der Auszeichnung:

Die am 01.07.2003 gegründete Firma FLK Löffler (Fachbetrieb für Landschaftspflege und Kommunalarbeiten) stellt Holzhackschnitzel aus Waldholz und aus Landschaftspflegemaßnahmen her. Die Hackschnitzel werden durch den eigenen Fuhrpark ausgeliefert oder ab Hof verkauft. Zudem übernimmt FLK Löffler Lohnhackarbeiten, Energieholzernte und beliefert und betreut Holzhackschnitzelheizungen jeder Größe.

Gemeinde Fernwald

Ansprechpartner: Bürgermeister Stefan Bechthold, Vorsitzender des Energiebeirats Bernhard Becker

Grund der Auszeichnung:

Die Gemeinde Fernwald ist eine Kommune mit besonderer Aktivität im Bereich Bioenergie. Der aktive Energiebeirat setzt  vorbildliche Maßnahmen zur Information der Bürgerinnen und Bürger über Themen der erneuerbaren Energie um. Diese Maßnahmen reichen von verschiedenen Fachvorträgen zu den Themen „Energieeffizienz“ und „Energetische Sanierung der Gebäude“, über die Besichtigung eines Holzhackschnitzelheizwerkes bis hin zur Präsentation einer Photovoltaik-Anlage. Zudem beheizt die Gemeinde ihr Rathaus und ihre Sporthalle mit einer Holzhackschnitzelanlage.

MESA Energie eG

Ansprechpartner: Herr Johannes Breidt

Grund der Auszeichnung:

Die von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern gegründete Genossenschaft MESA Energie eG der  Max-Eyth-Schule unterhält seit dem 28.06.2010 eine 20 kWp-Photovoltaik-Anlage zur Erzeugung regenerativer Energien. 160 m² Solarzellen auf dem Dach des Schulgebäudes erzeugen etwa 17.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr, der ins allgemeine Stromnetz eingespeist wird. Von dem erwirtschafteten Geld werden nachhaltige Projekte im schulischen Bereich gefördert und Dividenden für Solarbriefe ausgezahlt.

ZR Holzrecycling GmbH

Ansprechpartnerin: Frau Dr. Marina Frankenfeld

Grund der Auszeichnung:

Die von der ZR ZAUG Recycling GmbH gegründete Tochtergesellschaft, verarbeitet Althölzer, Landschaftspflegehölzer und Waldresthölzer  für die Gewinnung von Rohstoffen zur thermischen und stofflichen Verwertung (Holzhackschnitzel) auf. Der Rohstoff Holz stammt dabei ausschließlich aus der Region. Des Weiteren führt sie Schredder- und Siebarbeiten für Kompost- und Grünschnittannahmestellen durch. Der dabei entstehende holzige Siebüberlauf wird ebenfalls einer thermischen Verwertung zugeführt.

News

Auf Initiative der Bioenergie-Region Mittelhessen gründen gerade insgesamt sieben mittelhessische LEADER-Regionen eine Kooperation. Ziel ist es, langfristig ein gemeinsames "Schnittgutmanagement" aufzubauen. Das bedeutet, dass die Regionen untereinander die Verwertung ihres Grünschnitts...

Das Dorf Kleinseelheim, im Landkreis Marburg-Biedenkopf, plant schon seit längerem, sich unabhängig bei der Wärmeversorgung zu machen. Die aktuell durchgeführte Machbarkeitsstudie zum Aufbau eines Wärmenetzes aus 100 % Erneuerbaren Energien zeigt bereits, wenn mindestens 98 Gebäude mitziehen, dann...

Strohgedämmte Außenwand: Bereits mit 10 mm Putz feuerbeständig (F90-B) Mit Strohballen lassen sich auf einfache Weise hochgedämmte, umweltfreundliche und langlebige Wände erstellen. Der Fachverband Strohballenbau Deutschland e.V. wurde 2002 gegründet, um diese besondere Bauweise zu fördern....